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Das Potenzial des Juventusareals besser nutzen

Das Grundstück der Gemeinden Hedingen auf dem Juventusareal ist 2123 m2 gross. Für die Zentrumsplanung hat die Gemeinde die Liegenschaften Helbling (2 Grundstücke, mit zusammen 689 m2) erworben. Zusammen besitzt sie demnach 2812 m2.

Weiter hat sich die Gemeinde für den geplanten Dorfplatz ein Vorkaufsrecht an der Liegenschaft Winkenjohann gesichert. Das wären weitere 207 m2 Bauland. 

Die Gemeinde könnte mit der aktuell gültigen Ausnützung auf ihren Grundstücken eine Arealüberbauung mit einer Baumasse von 8970 m3 (ohne Liegenschaft Winkenjohann) oder gar 9630 m3 (mit Liegenschaft Winkenjohann) realisieren.

Aus der öffentlichen Auflage der Gemeinde geht hervor, dass die Gemeinde 1500 m2 für die Strasse benötigt. Auf ihrem verkleinerten Grundstück kann sie – trotz 45% höherer Ausnützung – nur noch 7113 m3 Baumasse realisieren. Das sind 21% weniger Baumasse als heute mit der Bauordnung erlaubt ist. Wird auch die Liegenschaft Winkenjohann wie beabsicht erworben und abgebrochen, resultiert gar 26% weniger Baumasse als die Bauordnung heute erlaubt. Solche Sonderbauvorschriften verkauft man als  «Zone Plus». Dabei wäre «Zone Minus» treffender, weniger Baumasse, weniger Vermögen.

Dem gegenüber wird die Parzelle der Pensionskasse Schweizer AG fast flächengleich verschoben und profitiert vollumfänglich von der 45% höheren Ausnützung.

Als ob der Verlust für die Gemeinde nicht schon hoch genug wäre, verhandelt die Gemeinde für den Bau der neuen Erschliessungsstrasse über den Erwerb oder Teilerwerb der denkmalgeschützten Liegenschaft Nicollier an der Bahnlinie. 

Insgesamt asphaltiert die Gemeinde mit der geplanten Erschliessungstrasse über 1500 m2 wertvolles Bauland. Was daran "nachhaltig" sein soll, ist rätselhaft.

Das Juventusareal bietet ein riesiges Entwicklungspotenzial. Es hat Platz für Alterswohnungen, Gewerbeflächen, Dorfplatz und vieles mehr. Die Gemeinde sollte sorgsam damit umgehen.