Bahnhofplatz 2 „Magnolienhaus“
Im Jahre 1903 übernimmt Arnold Staub, Lehrer, die oberen Primarklassen in Hedingen. 1904 lässt er das Haus am Bahnhofplatz 2 erbauen. 1905 verkauft er von seinem Land ein Stück an Jakob Mauer, so dass der sein Haus nebenan bauen kann. Lehrer Staubs Haus wird 1905 fertig. Dann passiert aber etwas Einschneidendes: Bei der Schulpflege beklagen sich ein Vater und ein Vormund zweier Schülerinnen aus der 8. Klasse über Lehrer Staub. Der Vorwurf lautet auf „unerlaubte Bestrafung und unwürdiges Benehmen“. In den Sitzungsprotokollen der Schulpflege wird nirgends genauer ausgeführt, was vorgefallen ist. Jedoch scheint die Angelegenheit ernst, denn es wird Lehrer Staub nahegelegt, sich sofort beurlauben zu lassen. Er stimmt zu und tritt kurz darauf von seiner Anstellung ganz zurück. Bestrafung erfolgt indes keine. Arnold Staub kehrt nicht mehr in die Schule zurück und verkauft sein Haus kurz darauf. Der nächste ist Bernhard Rellstab. Er ist Besitzer von 1905 bis 1924. Auf ihn folgt die Witwe Albertine Meili-Rellstab. Sie ist eine der vermögendsten Personen in Hedingen, was aus dem „Verzeichnis der Steuerpflichtigen in Hedingen 1921“ hervorgeht. 1935 kauft Heinrich Meier das Haus. Bis zu ihrem Tod wohnt sein Sohn Heinz Meier mit seiner Frau Mariette am Bahnhofplatz 2. Heute gehört das Haus ihren drei Söhnen und ist im Moment unbewohnt.
Der Magnolienbaum, der das Quartier seinen Namen verdankt