Schlechte Verkehrsführung
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Die neue Erschliessungsstrasse ist 120 m lang und 6 m breit (+2.5m Trottoir).
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Zwei Lastwagen können bei 30 km/h ohne Abbremsen kreuzen.
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Die Fahrbahnbreite und die gerade Führung ermöglichen eine relativ hohe Geschwindigkeit der PWs
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Die neue Strasse bringt neue Gefahren bei der Barriere am Bahnhofplatz.
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Sie verringert die Sicherheit namentlich am Fussgängerstreifen – einem wichtigen Schulweg.
Geplante neue Verkehrsführung der Gemeinde
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Die Zahl der Autos, welche über die Barriere beim Bahnhof fahren nimmt gemäss Planung sogar zu.
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Schleichverkehr wird nicht unterbunden.
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Die neue Strasse löst das Verkehrsproblem nicht. Nach wie vor würde vermeidbarer Durchgangsverkehr ins Zentrum geleitet.
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Verträglichere Alternativen wurden bisher nicht ausreichend geprüft.
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Verkehrsbelastung ist heute auf geringem Niveau und erfordert keine neue Strasse.
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Gestalterische Massnahmen und eine verträglichere Verkehrsführung (neue Organisation der Anlieferung via Kratzstrasse, Tempo 20 / Begegnungszone mit Fussgängervortritt) vor dem Volg und Pfyl sind schon heute möglich. Dazu ist keine neue Strasse nötig.
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Bei der Debatte zum Richtplan 2022 wurde versprochen, dass das Verkehrsproblem beim Engpass Arnistrasse im Rahmen der Zentrumsplanung gelöst werde. Dies ist nun nicht der Fall. Die Arnistrasse hat mit 1700 Autos pro Tag mehr Verkehr als die Zwillikerstrasse vor Volg und Pfyl. Die Planung der Gemeinde rechnet sogar mit zusätzlichem Verkehr – ohne wirksame Massnahmen dagegen zu ergreifen.
Verkehrsbelastung 2025
Verkehrsbelastung mit neuer Strasse 2040
Landvergeudung
1’500 m2 wertvolles Bauland an zentraler Lage wird für die neue Strasse vergeudet.
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Der Einlenker reicht vom Kreisel bis zur Barriere.
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Die alte Zwillikerstrasse wird im Bereich des Einlenkers verbreitert.
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Anstatt Häuser wird auf dem Juventus vor allem eine Strasse gebaut.
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Die Gemeinde verliert einen Drittel ihres Baulandes.
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Das denkmalgeschützte Bauernhauses Nicollier verliert Scheune und Garten, welche für die neue Strasse gebraucht werden. Das Haus und die verbleibende Parzelle werden entwertet.
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Nur rund 30 Meter der Zwillikerstrasse vor dem Jugendzentrum (ehem. Sternen) würden dadurch autofrei, und dies ausserhalb des eigentlichen Einkaufsbereichs.
Klassierung als Erschliessungsstrasse ist die falsche Lösung
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Die geplante Strasse ist als Erschliessungsstrasse klassiert.
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Sie wäre die erste «Erschliessungsstrasse» in Hedingen.
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Andere Gemeindestrasse wurden von den Grundeigentümern gebaut, finanziert und nach Abschluss der Gemeinde geschenkt.
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Richtplaneintrag «Erschliessungsstrasse» erlaubt der Gemeinde:
o Baulinien festzulegen
o Land zu enteignen
o verpflichtet die Gemeinde die Strasse zu finanzieren zu bauen.
Ein zu eng gefasste Planungs- und Betrachtungsperimeter
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Das Verbot, westlich der Bahnlinie zu denken, war bereits im Auftrag zur Testplanung verankert (Programm Testplanung Zentrum Hedingen, S. 24): «Die Fragen der Verkehrsplanung beschränken sich auf den Testplanungsperimeter östlich der Bahnlinie. Die verkehrlichen Herausforderungen jenseits der Bahnlinie vor allem bei der zu Stosszeiten überlasteten Bahnschranke im Bereich der Kreuzung Arnistrasse und Zwillikerstrasse sind nicht Teil der Aufgabe. Allerdings dürfen planerische Massnahmen im Testplanungsperimeter nicht dazu führen, dass das Verkehrsaufkommen westlich der Bahnlinie unverhältnismässig zunimmt.»
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Dieses Denkverbot zieht sich als «Prämisse» bis in die Teilrevision des Verkehrsrichtplans: «Unter der Prämisse, dass die verkehrliche Lösung auf der östlichen Seite der Geleise zu suchen ist .…, ist der Ansatz mit der neuen Spange zwischen dem Kreisel Lindenplatz und der Strasse «Bahnhofplatz» zu favorisieren.» (Teilrevision Verkehrsrichtplan – Zentrumsplanung, öffentliche Auflage, S. 12)
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Unabhängig davon, welche Interessen hinter dem Ausschluss des Areals westlich der Bahnlinie standen, wurde das volle Planungspotenzial von Anfang an nicht genutzt. Selbst einfache Lösungen zum Vorteil aller Beteiligten blieben unberücksichtigt.
Es gibt Alternativen zur neuen Strasse
Die Gemeinde vertritt die Auffassung, zur neuen Erschliessungsstrasse gebe es keine Alternative. Diese Aussage greift jedoch zu kurz, denn die Strasse löst das Grundproblem nicht: Der Durchgangsverkehr wird nicht verringert und nach wie vor durch das gesamte Zentrum (Juventus ist auch Zentrumsgebiet) geleitet.
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Zwei der drei Teams sahen in der Testplanung die Schliessung des Bahnübergangs an der Zwillikerstrasse vor. Sie kamen zum Schluss, dass das Zentrum dadurch weitgehend vom Durchgangsverkehr befreit würde.
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Dafür muss der Bahnübergang jedoch nicht geschlossen werden. Gemäss den Verkehrszahlen im neuesten Verkehrsrichtplan fahren täglich 1’700 Fahrzeuge durch die Arnistrasse. Der grösste Teil davon dürfte Durchgangsverkehr sein. Ein Fahrverbot für den motorisierten Individualverkehr (MIV) im Engpass der Arnistrasse, mit Ausnahmen für Zubringer und Berechtigte, dürfte den Durchgangsverkehr weitgehend vom Zentrum fernhalten und wie beabsichtigt auf die Maienbrunnen-Strasse leiten. Diese Massnahme wurde im Bericht weder erwähnt noch in Erwägung gezogen, wohl aufgrund der vorgegebenen Prämissen.
Die Initiative verlangt keine bestimmte Verkehrslösung
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Die Ausarbeitung einer fachlich überzeugenden Variante ist Aufgabe professioneller Verkehrs- und Raumplaner.
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Für eine ergebnisoffene Neubeurteilung braucht es deshalb ein unabhängiges Planungsteam, das an den bisherigen Planungsprozessen der Gemeinde oder der beteiligten Grundeigentümer nicht mitgewirkt hat. Nur so lässt sich unvoreingenommen prüfen, wie ein attraktives, gut erreichbares und zugleich dorfverträgliches Zentrum ohne neue Strasse gestaltet werden kann.
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Samuel Schweizer hat zudem öffentlich erklärt, dass die Ernst Schweizer AG die neue Strasse nicht benötigt. Auch dies spricht dafür, unter den gegenwärtigen Voraussetzungen auf den Strassenbau zu verzichten.
Zukunft Industriegebiet
Wie oben ausgeführt wird, rechtfertigen weder der Verkehr zum Industriegebiet noch die geplante Verdichtung im Bereich Juventus, Magnolie und Post eine neue Erschliessungsstrasse. Im Gegenteil die Situation am Lindenkreisel verschlimmert sich dadurch nur noch mehr. Das 30m kleine Stück Strasse, welches für den individuellen, motorisierten Verkehr gesperrt wird, rechtfertigt den riesigen Aufwand und die Vernichtung von Bauland auch nicht.
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Warum soll dann die Erschliessungsstrasse gebaut werden?
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Dient diese nicht eher der Erschliessung des riesigen Industrieareals im Hinblick eine spätere Umnutzung und Verdichtung?
Die Grössenverhältnisse von Zentrumsgebiet (rosa) und Industrieareal Ernst Schweizer AG (blau)
Eine spätere Umnutzung des 35’000m2 grossen Industrieareals könnte eine Verdichtung und ein Verkehrsaufkommen ganz anderer Grössenordnung mit sich bringen. Auch wenn der Zeitpunkt offen ist, sollten die damit verbundenen Risiken und Lasten nicht einseitig bei der Gemeinde verbleiben. Daher sollte im Gestaltungsplan des Industrieareals eine maximale Anzahl Fahrten festgelegt werden, welche für das Zentrum sowie für den Lindenkreisel verträglich sind.
Zudem sollte die Last der Nordzufahrt bzw. einer Zufahrt von Westen auf dem Industrieareal weder aufgehoben noch abgeschwächt werden. Die Option für eine solche alternative Erschliessung, welche dann auf Kosten der Eigentümer erstellt werden müsste, käme zum Tragen, wenn die Fahrten vom und zum Industrieareal diese maximal verträgliche Zahl überschreitet. Eine entsprechende, absichernde Regelung für die Zukunft gehört heute in die Gestaltungsplanvorschriften.
Wer vertritt hier die Interessen der Gemeinde?