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In Hedingen wurde eine Gemeindeinitiative zur Zentumsplanung eingereicht.

Stellvertretend für viele Einwohner engagieren sich die Initianten gegen das Projekt des Gemeinderates und der Grundeigentümer. Zwei Themen stehen dabei im Vordergrund: Der Umgang mit gewachsener Dorfstruktur und der Neubau einer Strasse.

Der Plan der Behörden sieht vor, viele historische Gebäude abzureissen, um Platz für grosse Wohnblöcke zu schaffen, wie sie heute überall entstehen. Einige Gebäude müssen weichen, um einer neuen Strasse Platz zu machen.

Die Initiative für eine massvolle Zentrumsplanung mit Dorfcharakter möchte dazu eine Alternative bieten und den Gemeinderat verpflichten, die Zentrumsplanung weiter zu entwickeln. Dies jedoch ohne neue Strasse, dafür mit einem Architekturwettbewerb und einem Gestaltungsplan, der die Qualität des Ortsbilds berücksichtigt und die Neubauentwicklung verbindlich lenkt.

Es ist grundsätzlich positiv, wenn sich Ortschaften weiterentwickeln. Die Verdichtung des Zentrums gehört natürlich auch dazu. Wenn aber Dörflichkeit erhalten bleiben soll, kann nicht gegen sondern nur mit Bestehendem geplant werden. Freie, gemeindeeigene Flächen in Bauzonen sollten nicht für neue Strassen und Landabtausch aufgegeben werden. Neue Bauvorschriften würden erlaubte Bauvolumen um 45% anheben. Was das konkret heisst, bleibt unbestimmt, Bauprojekte liegen nicht vor. Die Bevölkerung wünscht sich einen Dorfplatz. Dafür gäbe es weit geeignetere Orte, als wie jetzt vorgesehen am Bach.

Von der laufenden Planung profitieren praktisch aussschliesslich die Grundeigentümer. Die Gemeinde Hedingen wird sich hoch verschulden. Wertvolles gemeindeeigenes Bauland wird für eine unnötige Strasse vergeudet; Autofrei werden lediglich etwa 40m. Historisch wertvolle Gebäude gehen unwiederbringlich verloren.